Prüfen Sie die
Oberflächenreinheit
vor kritischen Prozessen
schnell - kontaktlos - während der Produktion
- kontaktlose optische Inspektion
- sofortige Ergebnisse (binnen Sekunden)
- direkt im Produktionsprozess / im Labor einsetzbar
Absorption – bezeichnet ganz allgemein die Aufnahme von Licht. Trifft das Licht also auf eine Oberfläche, wird es je nach Material, Farbe und Frequenz unterschiedlich stark absorbiert bzw. „aufgesaugt“. Das Licht verliert beim Durchdringen von Materie – egal in welcher Form – Energie. Nur in einem reinen Vakuum breitet sich Licht ungehindert aus. Absorption ist demnach die Fähigkeit von Stoffen, Licht aufzunehmen und es dadurch weder zu reflektieren, noch zu transmittieren.
Adhäsion – bezeichnet in der Physik die Anhangskraft, die bewirkt, dass zwei unterschiedliche Stoffe oder Oberflächen aufgrund molekularer Wechselwirkungen aneinanderhaften. Diese Haftung ohne Kleber entsteht durch physikalische Kräfte (Van-der-Waals-Kräfte), chemische Bindungen oder mechanische Verzahnung. Den Gegensatz dazu bildet der innere Zusammenhalt, die Kohäsion, eines Stoffes. [lateinisch adhaerere = anhaften]
Adhäsionskraft – siehe Adhäsion
Adsorption – ist die Anreicherung von Gasen oder Flüssigkeiten (Adsorptiv) an der Oberfläche eines Feststoffs oder einer Flüssigkeit (Adsorbens). Sie unterscheidet sich von der Absorption (Aufnahme in das Innere). Der Prozess wird in Physisorption (schwache Van-der-Waals-Kräfte) und Chemisorption (starke chemische Bindungen) unterteilt.
Anhangskraft – siehe Adhäsion
Anorganisch – bezeichnet in der Chemie und Naturlehre Stoffe und Verbindungen, die im Gegensatz zu organischen Substanzen keinen Kohlenstoff enthalten oder dessen einfacheren Verbindungen angehören (z.B. Kohlendioxid, Carbonate). Sie stammen meist aus der unbelebten Natur, wie Mineralien, Erze, Metalle, Wasser oder Salze, und bilden das Gegenstück zur organischen Chemie. Definition: Stoffe ohne komplexes Kohlenstoffgerüst.
Anziehungskraft – In der Physik ist sie ein zentrales Konzept, um die Wechselwirkung zwischen Massen oder Ladungen zu beschreiben. Der Begriff Anziehungskraft beschreibt die Kraft, die bewirkt, dass sich Objekte gegenseitig näherkommen oder verbunden bleiben.
Ausfälle – sind häufig zurückzuführen auf mangelhafte Wartung, Überlastung, Materialfehler, menschliche Fehler (Bedienfehler), fehlende Ersatzteile und Umweltfaktoren.
Ausschuss – bezeichnet fehlerhafte Produkte oder Materialien, die Qualitätsstandards nicht erfüllen und nicht nachbearbeitet werden können. Sie entstehen durch Maschinen-, Material- oder Bedienfehler. Hoher Ausschuss verursacht signifikante Kosten, senkt die Produktivität und wird durch die Ausschussquote gemessen.
Badverschmutzung – Der Begriff Badverschmutzung wird primär in der industriellen Teilereinigung verwendet und beschreibt die Anreicherung von Fremdstoffen in Reinigungs- oder Spülbädern während des Produktionsprozesses. In industriellen Waschprozessen nimmt die Flüssigkeit kontinuierlich Schmutzpartikel, Öle und Fette von den Werkstücken auf. Eine zu hohe Badverschmutzung führt zu: Sinkender Reinigungswirkung (die Badstandzeit (Nutzungsdauer) verkürzt sich), Rückständen auf Bauteilen (Schmutzpartikel können nachfolgende Prozesse wie Beschichten oder Härten stören) und höheren Kosten (unnötig häufige Badwechsel erhöhen den Chemikalien- und Energieverbrauch).
Bauteil – Unter Bauteil-Produktion versteht man die industrielle Herstellung von Einzelkomponenten, die entweder als Ersatzteile dienen oder in einer Baugruppenfertigung zu größeren Systemen zusammengefügt werden.
Beizen – bezeichnet je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche Verfahren zur Oberflächenbehandlung oder Konservierung. In der Industrie ist das Metallbeizen ein chemisches Reinigungsverfahren. Zweck: Entfernung von Verunreinigungen wie Rost, Zunder oder Oxidschichten von Metalloberflächen (z. B. Edelstahl). Hierfür werden meist starke Säuren (Beizbäder) verwendet, um eine saubere Oberfläche für nachfolgende Schritte wie Verzinken oder Lackieren zu schaffen.
Benetzbar – beschreibt die physikalische Eigenschaft einer festen Oberfläche, sich von einer Flüssigkeit (meist Wasser) überziehen zu lassen. Definition: Eine Oberfläche gilt als benetzbar, wenn eine Flüssigkeit darauf einen geschlossenen Film bildet, anstatt in Tropfen abzuperlen.
Benetzbarkeit – ist die Fähigkeit einer Festkörperoberfläche, von einer Flüssigkeit benetzt zu werden, wobei sich die Flüssigkeit ausbreitet. Sie ist entscheidend für Prozesse wie Beschichten, Kleben oder Drucken. Gemessen wird sie über den Kontaktwinkel, wobei geringe Winkel für gute Benetzbarkeit stehen. Die Benetzbarkeit wird durch die Oberflächenspannung der Flüssigkeit, die freie Oberflächenenergie des Feststoffs sowie die Temperatur bestimmt. Definiton: Das Bestreben einer Flüssigkeit, eine gemeinsame Grenzfläche mit einem Festkörper zu bilden.
Benetzung – beschreibt, wie sich eine Flüssigkeit auf einer Oberfläche ausbreitet oder an ihr haftet. Ob ein Tropfen wie eine Kugel liegen bleibt oder zerfließt, hängt vom Zusammenspiel der Kohäsionskräfte (innerhalb der Flüssigkeit) und der Adhäsionskräfte (zwischen Flüssigkeit und Oberfläche) ab. Man unterscheidet in keine Benetzung (Kontaktwinkel > 150°; Flüssigkeit liegt tropfenförmig auf der Oberfläche; superhydrophob), teilweise Benetzung (Kontaktwinkel > 90°; Flüssigkeit breitet sich etwas auf der Oberfläche aus; hydrophob) und vollständige Benetzung (Kontaktwinkel < 90°; Flüssigkeit breitet sich flach über die gesamte Fläche aus; hydrophil).
Beölung – Unter Beölung versteht man das gezielte Auftragen von Öl oder Schmierstoffen auf Oberflächen, meist in der industriellen Fertigung. Das Hauptziel ist die Verringerung von Reibung und Verschleiß sowie der Schutz vor Korrosion. In der Industrie, insbesondere bei der Blechbearbeitung und Umformtechnik, unterscheidet man grundlegende Verfahren. Kontaktbeölung (Walzenbeölung): Das Öl wird über Filz- oder Kunststoffwalzen direkt auf das Material (z. B. Metallbänder) übertragen. Dies ermöglicht einen sehr gleichmäßigen und sparsamen Auftrag. Kontaktlose Beölung (Sprühbeölung): Hierbei wird das Schmiermittel über Düsen oder Sprühköpfe auf das Werkstück aufgetragen. Dieses Verfahren ist flexibler bei komplexen Geometrien oder wenn nur bestimmte Bereiche geölt werden sollen. Elektrostatische Beölung: Ein spezielles Verfahren, bei dem feine Öltröpfchen durch ein elektrisches Feld gleichmäßig auf Oberflächen (häufig bei Aluminiumbändern) verteilt werden. Wichtige Einsatzgebiete: Umformtechnik, Korrosionsschutz, Montage.
Beschichten – Unter Beschichten versteht man das Aufbringen einer fest haftenden Schicht aus formlosem Stoff auf die Oberfläche eines Werkstücks. Nach der Industrienorm DIN 8580 gehört es zu den Hauptgruppen der Fertigungsverfahren und dient dazu, Oberflächen zu schützen, zu veredeln oder funktionale Eigenschaften zu verändern. Zum Schutz (vor Korrosion (Rost), chemischen Angriffen, UV-Strahlung, mechanischem Verschleiß), für die Optik (Farbgebung, Glanz, spezielle Oberflächenstrukturen zur dekorativen Aufwertung) oder aus Funktionsgründen (Anpassung der elektrischen Leitfähigkeit, Verbesserung der Gleiteigenschaften (Reibungswiderstand) oder Wärmedämmung).
Beschichtungen – sind festhaftende, funktionale oder dekorative Schichten aus formlosen Stoffen (Lacke, Kunststoffe, Metalle), die auf Oberflächen aufgebracht werden. Sie dienen primär dem Schutz vor Korrosion und Verschleiß, verbessern die Haltbarkeit (Standzeit) oder verändern optische Eigenschaften in Bau-, Industrie- und Technikbranchen.
Biegen – ist ein Fertigungsverfahren zum plastischen Verformen von Werkstücken wie Metallblechen, Rohren oder Stangen durch Biegespannungen, wobei die Außenseite gestreckt und die Innenseite gestaucht wird. Es gehört zur Hauptgruppe des Umformens (DIN 8580), wird häufig mit Gesenkbiegepressen (Freibiegen, Prägebiegen) durchgeführt und erfordert meist eine Vorrichtung.
Bildgebung – In der Industrie bezeichnet Bildgebung (oft als Industrielle Bildverarbeitung oder Machine Vision bezeichnet) den Einsatz von Kameras und Software zur automatisierten Analyse von Objekten und Prozessen. Sie dient dazu, Maschinen das "Sehen" zu ermöglichen, um Qualität zu sichern und Produktionsschritte zu steuern.
Bindung – In der Präzisionsfertigung (z. B. Automobil- oder Turbinenbau) ist die Wahl der Bindung (z. B. keramisch, metallisch oder galvanisch) entscheidend für die Standzeit und Oberflächengüte des Werkzeugs. In der chemischen Industrie ist die Bindung die Grundlage der Stoffeigenschaften. Bindemittel sind Stoffe, die feine Feststoffe miteinander oder auf einer Unterlage verkleben (z. B. in Farben, Klebstoffen oder Baustoffen). Auf molekularer Ebene unterscheidet man zwischen Ionen-, Atom- und Metallbindungen, wobei die Ionenbindung als stärkste gilt.
Bolzen – bezeichnet primär zwei Bereiche: die Verwendung von Bolzen als Verbindungselement (formschlüssige Verbindung) und das Bolzenschweißen als hocheffizientes Fügeverfahren. Es handelt sich um ein zentrales Element im Maschinenbau, Stahlbau und in der Massenproduktion, um Bauteile sicher zu verbinden oder zu führen.
Brünieren – (auch „Schwärzen“ genannt) ist ein chemisches oder thermisches Verfahren zur Oberflächenveredelung von Eisenwerkstoffen (Stahl und Gusseisen). Dabei entsteht eine schwarze Schutzschicht aus Eisenoxid, die primär als Korrosionsschutz und zur optischen Aufwertung dient.
Bürsten – wird zur Oberflächenbearbeitung, zum Schutz sensibler Bauteile und zur Optimierung von Produktionsabläufen eingesetzt.
Buildersalze – (oft auch Builder oder Gerüststoffe genannt) sind entscheidende Bestandteile in Wasch- und Reinigungsmitteln, die neben Tensiden die Waschleistung maßgeblich verbessern. Sie wirken als Enthärter, indem sie Calcium- und Magnesiumionen im Wasser binden, was die Bildung von Kalkseife verhindert und Tensiden ermöglicht, effizienter zu wirken. Die Gerüststoffe sind organischer und anorganischer Natur.
Chemisorption – (chemische Adsorption) ist ein Prozess, bei dem sich Gase oder Flüssigkeiten (Adsorbat) durch starke chemische Bindungen (kovalent oder ionisch) an einer festen Oberfläche (Adsorbens) anlagern. Sie bildet eine irreversible, spezifische Monolage, benötigt Aktivierungsenergie und wird zur Oberflächencharakterisierung, z.B. bei Katalysatoren, genutzt.
Clinchen – (Durchsetzfügen) ist ein kaltumformendes Fügeverfahren zur dauerhaften Verbindung von Blechen ohne Zusatzwerkstoffe. Dabei werden zwei oder mehr Lagen durch einen Stempel und eine Matrize form- und kraftschlüssig miteinander verriegelt. Es ist eine umweltfreundliche, energieeffiziente Alternative zum Schweißen, die Oberflächenbeschichtungen schont.
CVD – steht primär für Chemical Vapour Deposition (chemische Gasphasenabscheidung), ein Beschichtungsverfahren zur Herstellung von dünnen, harten Schichten (z.B. Titan-Nitrid) bei hohen Temperaturen, oft genutzt für Werkzeuge und Halbleiter.
Defekte – in der Industrieproduktion sind unerwünschte Abweichungen von festgelegten Qualitätsnormen oder Spezifikationen, die während des Herstellungsprozesses entstehen. Sie können von leichten ästhetischen Mängeln bis hin zu funktionskritischen Fehlern reichen. Defekte entstehen oft durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, bekannt als "Dirty Dozen" der Fehlerursachen: Menschliche Faktoren, technische Störungen, Materialfehler und Prozessmängel. Sie können finanzielle Verluste, Produktionsstillstand und Reputationsschäden verursachen.
Dekontamination – Unter Dekontamination versteht man das Entfernen oder Reduzieren von (gefährlichen) Verunreinigungen (Kontaminationen) von Personen, Objekten oder Flächen/Oberflächen.
Detektieren – bedeutet so viel wie etwas entdecken, aufspüren oder messtechnisch erfassen. Es wird meistens dann verwendet, wenn ein Signal, ein Stoff oder ein Phänomen mithilfe von technischen Hilfsmitteln oder Sensoren nachgewiesen wird.
Detektion – bezeichnet das Entdecken, Aufspüren oder Feststellen von Signalen, Objekten oder Zuständen, oft durch technische Sensoren. Technische Definition: Prozess zur Feststellung von Phänomenen durch Messgeräte (Sensoren). Industriell zur Automatisierung und Materialerkennung.
Detektor – ist ein Gerät zum Nachweis von physikalischen Größen, Stoffen oder Objekten, indem er deren Vorhandensein in ein messbares Signal umwandelt. Je nach Anwendungsbereich unterscheiden sich die Geräte stark in ihrer Funktionsweise und ihrem Zweck.
Dünnschichttechnik – (Dünnschichttechnologie) befasst sich mit der Herstellung und Bearbeitung extrem dünner Materialschichten, deren Dicke meist im Bereich von wenigen Nanometern (nm) bis zu einigen Mikrometern (µm) liegt.
Durchsetzfügen (Clinchen) – oder Toxen genannt, ist ein Kaltumformverfahren zum Verbinden von Metallen ohne Zusatzwerkstoffe. Ein Stempel drückt Bleche in eine Matrize, wodurch ein formschlüssiger, kreisrunder Punkt entsteht. Es ist eine kosteneffiziente, saubere Alternative zum Schweißen, ideal für verzinkte oder unterschiedliche Materialien.
Elektronik – Die industrielle Elektronikherstellung umfasst die automatisierte Entwicklung, Bestückung (SMD/THT), Prüfung und Montage elektronischer Baugruppen, oft für Branchen wie Automobil, Maschinenbau und Messetechnik. Sie kombiniert hohe Präzision, Qualitätssicherung und moderne Technologien wie Industrie 4.0, um den wachsenden Anforderungen an funktionale und langlebige Systeme gerecht zu werden.
Elektroplattieren – siehe Galvanisieren
Eloxal-Verfahren – (von Eloxal, Abkürzung für elektrolytische Oxidation von Aluminium) ist eine Methode der Oberflächentechnik zum Erzeugen einer oxidischen Schutzschicht auf Aluminium durch anodische Oxidation. Im Gegensatz zu den galvanischen Überzugsverfahren wird beim Eloxieren die Schutzschicht nicht auf dem Werkstück niedergeschlagen, sondern durch Umwandlung der obersten Metallschicht ein Oxid bzw. Hydroxid gebildet.
Eloxieren – Beim Eloxieren (elektrolytische Oxidation von Aluminium) wird die Oberfläche von Aluminiumbauteilen durch ein elektrochemisches Verfahren in eine robuste Oxidschicht umgewandelt. Im Gegensatz zum Lackieren wird hier kein Material von außen aufgetragen; stattdessen wandelt sich die oberste Metallschicht selbst um.
Emittieren – bedeutet allgemein das Aussenden von Stoffen, Wellen oder Finanzinstrumenten. Je nach Fachbereich hat es eine spezifische Bedeutung. Energie: Lichtquellen emittieren Lichtstrahlen. [lateinisch emittere = hinaussenden / herauslassen]
Entfetten – ist das Entfernen von überschüssigem Fett oder Öl von Oberflächen, um Sauberkeit für Folgeprozesse (z. B. Kleben, Lackieren) zu gewährleisten. Es erfolgt durch Lösungsmittel (Isopropanol), Reinigungsmittel oder mechanische Methoden. Essenziell vor dem Lackieren oder Schleifen, um Haftungsprobleme zu vermeiden.
Ethanol – (Ethylalkohol) ist eine farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch. Es ist der bekannteste Vertreter der Alkohole und dient weltweit als Rauschmittel, Kraftstoff, Desinfektionsmittel und vielseitiges Lösungsmittel. | siehe auch technischer Alkohol
Fading – siehe Photobleichung
Fette – Industriefette sind essenzielle Schmier-, Dichtungs- und Korrosionsschutzmittel, die Reibung reduzieren, Maschinenbauteile schützen und deren Lebensdauer verlängern. Sie bestehen aus Basisölen und Verdickungsmitteln, wobei spezielle Sorten (wie H1-Fette) in der Lebensmittelindustrie oder hochtemperaturfeste Varianten in Schwerlastanwendungen zum Einsatz kommen.
Feuerverzinken – ist eines der wichtigsten Verfahren zum dauerhaften Korrosionsschutz von Stahl und Eisen. Dabei wird das Werkstück in eine ca. 450 °C heiße Zinkschmelze getaucht.
Filmische Verunreinigungen – sind dünne, nicht-partikuläre Schichten aus unerwünschten Substanzen wie Ölen, Fetten oder Korrosionsschutzmitteln auf Bauteiloberflächen, die meist in der Fertigung entstehen. Sie beeinträchtigen die Weiterverarbeitung, etwa durch mangelnde Haftung bei Beschichtungen. Die Analyse erfolgt oft via FTIR-Spektroskopie oder Fluoreszenzmessung.
Fluoreszenz – ist die spontane Lichtemission angeregter Stoffe (Fluorophore), die nach kurzer Zeit abklingt, wobei emittierte Photonen meist energieärmer als absorbierte sind. Diese Eigenschaft wird bei Tageslicht-Fluoreszenz (UV-Anregung) oder in Signalfarben genutzt.
Fluoreszenzbildgebung – ist ein modernes optisches Verfahren, das Licht emittierende Farbstoffe (Fluorophore) nutzt, um biologische Strukturen, Funktionen oder Krankheitsmarker in Echtzeit sichtbar zu machen. Das Verfahren basiert darauf, dass ein Stoff mit Licht einer bestimmten Wellenlänge (oft UV oder kurzwelliges Infrarot) angeregt wird und daraufhin Licht einer längeren Wellenlänge aussendet. Durch spezielle Filter und Kamerasysteme wird dieses Signal isoliert und in ein Bild umgewandelt.
Fluoreszenzeinheit – In der Wissenschaft gibt es keine einzelne SI-Einheit für Fluoreszenz, da sie meist als Intensität gemessen wird. Je nach Anwendung nutzt man: RFU (Relative Fluorescence Units): Dies ist die gebräuchlichste Angabe in der Laboranalytik. Da die absolute Lichtmenge von der Geräteeinstellung abhängt, sind diese Werte relativ und dienen zum Vergleich von Proben innerhalb einer Messung. MFU (Mean Fluorescence Units) bezeichnet die mittlere Fluoreszenzeinheit bei Recognoil-Messgeräten. FU (Fluorescence Units) ermöglichen die Vergleichbarkeit von Messungen wenn hierbei vorher Grenzwerte festgelegt wurden.
Fluoreszenzintensität – Fluoreszenz basiert auf dem Prinzip der Photolumineszenz, einem Prozess des Glühens und der Lichtemission. Es handelt sich um einen physikalischen Prozess, bei dem Licht emittiert wird, nachdem es von einer Substanz absorbiert wurde. Die Fluoreszenzintensität gibt an, wie viel Licht (Photonen) emittiert wird. Sie ist das Ausmaß der Emission und hängt von der Konzentration des angeregten Fluorophors ab.
Fluoreszenzkarte – ist die visuelle/bildgebende Darstellung der Fluoreszenzdetektion mit Recognoil-Geräten. Hierbei werden 100% der Oberfläche des untersuchten Bauteils in Form einer Karte zur schnellen Erkennung der gesamten gescannten Oberfläche dargestellt. Ebenso erleichtert dies die Entscheidungsfindung im Optimierungs- und Qualitätssicherungsprozess. Darüberhinaus ein einfaches Speichern in einer Datenbank und umgehendes Teilen mit den Entscheidungsträgern.
Fluoreszenzmessung – ist ein hochempfindliches optisches Verfahren zur Analyse der Oberflächenreinheit.
Fluoreszenzprüfung – ist ein zerstörungsfreies Verfahren (ZfP) zur Oberflächenanalyse, das organische Verunreinigungen (Öle, Fette), Risse oder Beschichtungsfehler durch UV-Licht-Anregung sichtbar macht. Sie wird häufig in der Qualitätskontrolle (Reinheitsprüfung) und Rissprüfung eingesetzt, indem Materialien unter UV-Strahlung leuchten.
Formtrennen – bezieht sich primär auf den Prozess, ein abgeformtes Werkstück oder ein Gussmodell sauber aus seiner Form zu lösen. Dies spielt eine zentrale Rolle in der Industrie (z. B. Spritzgießen), im Handwerk und beim Hobby.
Fügen – ist ein zentrales Fertigungsverfahren in der Industrie (gemäß DIN 8593), bei dem zwei oder mehr feste Bauteile dauerhaft verbunden werden, etwa durch Schweißen, Kleben, Nieten oder Schrauben. Es ist essenziell für Montage und Leichtbau, insbesondere in der Automobilindustrie, und umfasst kraft-, form- und stoffschlüssige Methoden.
Fügeverfahren – sind Fertigungsverfahren zur dauerhaften Verbindung von zwei oder mehr Bauteilen, eingeteilt in Stoffschluss (Schweißen, Löten, Kleben), Formschluss (Nieten, Bolzen) und Kraftschluss (Schrauben, Pressen). Sie sind essenziell im Maschinenbau und der Montage, wobei oft zusätzliche Hilfsstoffe verwendet werden.
Funktionalität – bezeichnet die Eigenschaft eines Objekts oder Systems, seinen vorgesehenen Zweck effizient und zweckmäßig zu erfüllen. Während die Funktion das bloße „Funktionieren“ oder die reine Aufgabe beschreibt, bezieht sich Funktionalität oft auf den Umfang und die Qualität der verfügbaren Möglichkeiten. In der Industrietechnik häufig die Summe aller Merkmale und Eigenschaften, die ein Produkt (z. B. eine Software oder ein Gerät) befähigen, bestimmte Aufgaben zu lösen.
Galvanisieren – (auch Galvanotechnik oder Elektroplattieren) ist ein elektrochemisches Verfahren zur Veredelung von Oberflächen, bei dem Metallgegenstände in einem Elektrolytbad durch Gleichstrom mit einer dünnen, schützenden Metallschicht (z.B. Zink, Nickel, Chrom, Gold) überzogen werden. Es dient dem Korrosionsschutz, der Verschleißfestigkeit, verbesserter Leitfähigkeit oder dekorativen Zwecken.
Galvanotechnik – oder Galvanik bezeichnet die elektrochemische Abscheidung metallischer Niederschläge, also von Überzügen auf Substrate (Werkstücke) in einem elektrolytischen Bad. | siehe auch Galvanisieren
Gießen – ist ein zentrales Verfahren des des Urformens, bei dem aus einem flüssigen Werkstoff ein fester Körper mit bestimmter Form hergestellt wird. Man unterscheidet unter anderem zwischen dem Gießen mit verlorenen Formen (Form wird nach dem Guss zerstört) und Dauerformen (Form ist mehrfach verwendbar).
Gleitschleifen – siehe Trowalisieren
Grenzflächenspannung – ist ein physikalisches Phänomen, das an der Berührungsfläche zweier unterschiedlicher Phasen (fest, flüssig oder gasförmig) auftritt. Sie ist das Bestreben eines Systems, die Kontaktfläche zwischen diesen Phasen so gering wie möglich zu halten. Der Begriff Oberflächenspannung wird meist dann verwendet, wenn eine der beiden Phasen gasförmig (z. B. Luft) ist. Die Grenzflächenspannung bezieht sich allgemeiner auf den Kontakt zwischen zwei nicht mischbaren Flüssigkeiten (z. B. Öl und Wasser) oder einer Flüssigkeit und einem Festkörper.
Grenzwertüberschreitungen – treten ein, wenn festgelegte Höchstwerte für Schadstoffe, Bakterien, Verunreinigungen oder chemische Substanzen in Umweltmedien oder auf Oberflächen überschritten werden.
Halbleiter – sind Festkörper, deren elektrische Leitfähigkeit zwischen der von Leitern (Metallen) und Isolatoren liegt. Durch Verfahren wie Dotierung, Temperaturänderung oder Licht kann diese Leitfähigkeit gezielt gesteuert werden. Die wichtigsten Materialien sind Silizium und Verbindungshalbleiter wie Galliumarsenid, die als Grundlage für Mikrochips, Transistoren und Dioden in der Elektronik dienen.
Haltbarkeit – in der Industrie definiert den Zeitraum, in dem Produkte oder Komponenten unter festgelegten Bedingungen ihre Funktion, Qualität und Sicherheit (MHD) ohne Leistungsverlust garantieren. Sie wird durch Materialien, Verpackungen und Prüfverfahren wie Haltbarkeitstests bestimmt, wobei z.B. für technische Bauteile oft 20 Jahre als Richtwert gelten.
Hartlöten – siehe Löten
Hochtemperaturlöten – siehe Löten
Hydrophil – bezeichnet Stoffe oder Oberflächen, die Wasser anziehen, sich leicht damit vermischen oder von ihm benetzt werden. Diese polaren Substanzen (z.B. Zucker, Salz, Baumwolle) besitzen eine hohe Oberflächenenergie, bilden dünne Wasserfilme und sind meist lipophob (fettabweisend). Definiert durch kleinen Kontaktwinkel von unter 90° bei Kontaktwinkelmessungen. [griechisch für „wasserliebend“]
Hydrophob – beschreibt Stoffe oder Oberflächen, die Wasser abweisen, nicht mit ihm mischbar sind oder nur schwer benetzt werden. Diese unpolaren Substanzen (z. B. Fette, Öle, Wachse) bilden oft den sogenannten Lotuseffekt, bei dem Wassertropfen perlen und Schmutz mitnehmen. Definiert durch großen Kontaktwinkel von über 90° bei Kontaktwinkelmessungen. [aus dem Griechischen „wasserfürchtend“]
Hydroxide – sind salzähnliche Verbindungen, die das Hydroxid-Anion enthalten. Sie entstehen aus Metallkationen und einer oder mehreren Hydroxylgruppen, sind oft Feststoffe und wirken in Wasser als Basen (Laugen). Löslichkeit variiert: Alkalihydroxide wie Natriumhydroxid lösen sich gut, Erdalkalihydroxide schwerer. Sie sind essenziell als Basen, Reagenzien und in Industrieprozessen.
Isopropanol – siehe technischer Alkohol
Isopropylalkohol (IPA) – ist ein farbloses, leicht entzündbares Lösungsmittel mit einem typischen, stechenden Geruch. Es ist ein vielseitiger Helfer in Haushalt, Medizin und Industrie, erfordert jedoch einen vorsichtigen Umgang.
Kalibrierung – ist ein messtechnischer Vorgang, bei dem die Abweichung eines Messgeräts (Ist-Wert) gegenüber einem präzisen Referenzgerät oder Normal (Soll-Wert) unter definierten Bedingungen festgestellt und dokumentiert wird. Sie dient der Qualitätssicherung, ohne das Gerät zu verändern, und unterscheidet sich von der Justierung (Einstellung). Ergebnisse werden meist in einem Kalibrierzertifikat festgehalten.
Karbonat – (oder Carbonat) bezeichnet die Salze der Kohlensäure, die aufgrund ihrer vielseitigen chemischen und physikalischen Eigenschaften eine tragende Rolle in fast allen Sektoren der modernen Produktion spielen.
Kleben – ist ein stoffschlüssiges Fügeverfahren, das Bauteile durch Adhäsionskräfte (Haftung) und innere Festigkeit (Kohäsion) mittels eines Klebstoffs verbindet. Es ermöglicht die Verbindung gleicher oder unterschiedlicher Materialien ohne thermische Belastung oder Schwächung der Werkstoffe. Typische Anwendungen reichen von Bastelarbeiten bis zu hochbelastbaren Verbindungen in Industrie und Leichtbau. Das Kleben gehört zur Hauptgruppe Fügen. Wie Schweißen und Löten gehört auch das Kleben zu den stoffschlüssigen Fügeverfahren.
Kohäsion – bezeichnet in Physik und Chemie die inneren Bindungskräfte zwischen gleichartigen Atomen oder Molekülen, die den Zusammenhalt eines Stoffes (Festkörper oder Flüssigkeit) bewirken. Sie ist verantwortlich für Oberflächenspannung, Viskosität und Festigkeit. Im Gegensatz dazu steht die Adhäsion, welche die Anziehungskraft zwischen verschiedenen Stoffen beschreibt.
Kohlenstoff – ist eines der vielseitigsten und wichtigsten chemischen Elemente (Symbol: C) auf der Erde. Er bildet die chemische Basis für alles bekannte Leben und ist der Grundbaustein für Millionen organischer Verbindungen.
Kontaktfläche – bezeichnet die Fläche, an der sich zwei Körper oder Substanzen berühren. Je nach Fachgebiet hat er unterschiedliche Schwerpunkte. Maschinenbau: Hier ist die Kontaktfläche entscheidend für die Flächenpressung. Wenn Kräfte auf kleine Flächen wirken, kann dies zu Verformungen führen. Man unterscheidet zwischen der theoretischen (geometrischen) und der realen Kontaktfläche, die aufgrund von Oberflächenrauheit oft viel kleiner ist. Elektrotechnik: Die Qualität der Kontaktfläche bestimmt den elektrischen Widerstand. Bei Bauteilen wie Federzugklemmen ist eine ausreichende Fläche für den Stromfluss kritisch. Physik: Ein bekanntes Phänomen ist, dass die Reibungskraft in der klassischen Mechanik oft als unabhängig von der Größe der Kontaktfläche betrachtet wird.
Kontaktwinkel – (auch Randwinkel genannt) beschreibt den Winkel, den ein Flüssigkeitstropfen an der Berührungslinie zur Oberfläche eines Festkörpers bildet. Er ist ein direktes Maß für die Benetzbarkeit einer Oberfläche.
Kontaktwinkelmessung – Die Kontaktwinkelmessung ist ein Verfahren zur Bestimmung der Benetzbarkeit einer festen Oberfläche durch eine Flüssigkeit. Sie gibt Aufschluss darüber, wie stark eine Flüssigkeit mit einer Oberfläche interagiert, was entscheidend für Prozesse wie Reinigen, Kleben oder Beschichten ist. Bei der Messung wird ein kleiner Flüssigkeitstropfen (meist Wasser) auf eine Oberfläche aufgebracht. Der Kontaktwinkel ist der Winkel, den die Tropfenkontur an der Dreiphasenkontaktlinie (Feststoff, Flüssigkeit, Gas) zur Probenoberfläche bildet. Man unterscheidet hydrophil (benetzbar), hydrophob (wasserabweisend) und superhydrophob.
Kontamination – bezeichnet die unerwünschte Verunreinigung von Oberflächen, Materialien, Lebensmitteln, Wasser, Luft oder Personen durch schädliche Stoffe. Dazu zählen Mikroorganismen (Keime, Bakterien), radioaktive Stoffe, Chemikalien oder biologische Gifte. Der Prozess der Beseitigung nennt sich Dekontamination. Kontamination von Bauteilen bezeichnet die Verunreinigung von Oberflächen durch unerwünschte Stoffe (Partikel, Öle, Fette, Keime), die Funktionalität beeinträchtigen oder Ausfälle verursachen. Hauptursachen sind Fertigungsrückstände, mangelnde Sauberkeit oder falsches Handling. Sie führen zu Lecks, Reibungsänderungen, optischen Störungen oder Korrosion. [lateinisch contaminare = beflecken]
Korrosion – ist die meist unerwünschte, natürliche Zersetzung von Werkstoffen (besonders Metallen) durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit ihrer Umgebung. Hauptursachen sind Feuchtigkeit, Sauerstoff, Salze oder Säuren, die zu Rost (bei Eisen), Patina oder Lochfraß führen. Sie verursacht hohe wirtschaftliche Schäden.
Korrosionsschutz – Unter Korrosionsschutz versteht man alle Maßnahmen, die darauf abzielen, die Zersetzung von Werkstoffen (vor allem Metallen) durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit ihrer Umwelt zu verhindern oder zu verlangsamen. Ein effektiver Schutz verlängert die Lebensdauer von Bauteilen und senkt Instandhaltungskosten erheblich.
Kühlschmierstoffe – (KSS) sind unverzichtbare Hilfsmittel in der Metallbearbeitung, die primär dazu dienen, Reibung zu vermindern (schmieren) und entstehende Wärme abzuführen (kühlen). Sie schützen Werkzeuge vor Verschleiß, verbessern die Oberflächenqualität der Werkstücke und unterstützen den Abtransport von Spänen.
Lackieren – ist ein Verfahren zur Oberflächenveredelung, das sowohl dem Schutz als auch der optischen Gestaltung dient. Ein perfektes Ergebnis hängt maßgeblich von der Vorbereitung und dem schrittweisen Aufbau ab. Unabhängig vom Material (Holz, Metall oder Kunststoff) folgt eine professionelle Lackierung meist diesem Ablauf: Reinigen & Entfetten: Die Oberfläche muss absolut frei von Staub, Fett und Öl sein. Nutzen Sie dafür Silikonentferner oder spezielle Reiniger. Schleifen: Rauen Sie die Oberfläche an, um eine mechanische Haftung zu ermöglichen. (Grob z. B. P120 für Rost oder alte Lackreste / Fein z. B. P240 bis P400 für den Zwischenschliff). Grundieren (Primer): Eine Grundierung verhindert Korrosion bei Metall und sorgt für eine gleichmäßige Haftung des Lacks. Bei saugenden Untergründen wie Holz verhindert sie das übermäßige "Einsaugen" der Farbe. Lackauftrag: Tragen Sie den Lack in dünnen Schichten auf. (Spraydose: Im Kreuzgang (horizontal und vertikal versetzt) sprühen, um Läufer ("Nasen") zu vermeiden / Rolle/Pinsel: Gleichmäßig verteilen und zügig arbeiten). Klarlack (optional): Er bietet zusätzlichen Schutz gegen Kratzer und UV-Strahlung und verleiht der Oberfläche Glanz.
Laser – Ein Laser (Abkürzung: light amplification by stimulated emission of radiation) ist ein Gerät, das einen hochenergetischen, gebündelten Lichtstrahl erzeugt. Im Gegensatz zu normalem Licht ist Laserstrahlung monochromatisch (nur eine Wellenlänge), kohärent (Wellen schwingen phasengleich) und besitzt eine hohe Intensität.
Laserreinigen – ist ein berührungsloses industrielles Verfahren, bei dem Verunreinigungen wie Rost, Lack oder Öl mithilfe von Laserstrahlen von einer Oberfläche entfernt werden.
LED – LED-Leuchtmittel (Light Emitting Diodes) sind hocheffiziente Halbleiter-Lichtquellen, die gegenüber herkömmlichen Glühbirnen bis zu 90 % Energie einsparen. Sie zeichnen sich durch eine extrem lange Lebensdauer von bis zu 50.000 Betriebsstunden aus und sind in zahlreichen Formen verfügbar.
Legierung – Eine Legierung ist ein metallischer Werkstoff, der durch Zusammenschmelzen von mindestens zwei Elementen entsteht, wobei mindestens einer ein Metall sein muss. Durch gezielte Zugabe von Elementen werden Eigenschaften wie Härte, Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit oder Schmelzpunkt verbessert. Bekannte Beispiele sind Stahl (Eisen+Kohlenstoff), Messing (Kupfer+Zink) und Bronze.
Leitfähigkeit – Die elektrische Leitfähigkeit ist ein Maß dafür, wie gut Materialien elektrischen Strom leiten können. Sie gibt an, wie leicht Elektronen oder Ionen durch einen Stoff wandern, und ist der Kehrwert des spezifischen Widerstands. Die Einheit ist Siemens pro Meter (S/m). Sie ist entscheidend für Materialien, Wasserreinheit und Elektronik. Bei der Materialprüfung hilft die Leitfähigkeit bei der Identifizierung von Legierungen oder der Prüfung von Wärmebehandlungen bei Metallen.
Löten – ist ein thermisches Verfahren zum stoffschlüssigen Fügen von Metallteilen unter Verwendung eines geschmolzenen Zusatzmetalls (Lot). Im Gegensatz zum Schweißen wird beim Löten nur das Lot geschmolzen, während die Werkstücke im festen Zustand bleiben. . Es wird hauptsächlich in der Elektronik für Verbindungen auf Leiterplatten, Kabeln oder bei Reparaturen eingesetzt. Die Technik erfordert einen Lötkolben, Lötzinn (oft mit Flussmittel im Kern) und saubere Werkstücke. Man unterscheidet Weichlöten (Arbeitstemperatur unter 450 °C. Wird hauptsächlich in der Elektronik (Platinen) und Feinmechanik eingesetzt.), Hartlöten (Arbeitstemperatur zwischen 450 °C und 900 °C. Diese Verbindungen sind mechanisch deutlich stabiler und werden oft in der Installationstechnik (z. B. Kupferrohre) genutzt.) und Hochtemperaturlöten (Arbeitstemperatur über 900 °C. Erfolgt meist flussmittelfrei unter Vakuum oder Schutzgas.).
Mechanik – in der Industrie ist ein zentraler Bereich der Fertigungstechnik, der sich mit der Herstellung, Montage, Wartung und Reparatur von Maschinen, Anlagen und Bauteilen befasst. Fachkräfte, insbesondere Industriemechaniker, sorgen für den reibungslosen Ablauf in der Produktion, indem sie technische Systeme optimieren und instand halten.
Messbereich – ist das Intervall einer Messgröße, innerhalb dessen ein Messgerät Werte mit einer festgelegten Genauigkeit erfassen kann. Er wird durch einen Anfangswert (untere Grenze) und einen Endwert (obere Grenze) definiert.
Messung – Eine Messung ist der experimentelle Vorgang, bei dem eine physikalische Größe quantitativ bestimmt wird, indem man sie mit einer festen Einheit vergleicht. Das Ergebnis besteht aus einem Zahlenwert und der dazugehörigen Einheit.
Mikroskopie – Die Mikroskopie ist die Technik zur Betrachtung und Untersuchung von Objekten, die für das bloße Auge zu klein sind, um sie zu erkennen, z.B. in Biologie, Medizin und Technik. Sie nutzt Licht- oder Elektronenstrahlen zur Vergrößerung, wobei Lichtmikroskope Strukturen bis in den Mikrometerbereich und Elektronenmikroskope sogar atomare Details darstellen.
Mizellen – Mizellen sind kugelförmige Zusammenschlüsse (Aggregate) aus amphiphilen Tensidmolekülen, die sich in Wasser spontan bilden. Sie besitzen einen wasserliebenden (hydrophilen) Außenbereich und einen fettliebenden (lipophilen) Kern.
Nieten – In der industriellen Fertigung ist das Nieten ein wesentliches Verfahren zum Fügen durch Umformen. Es erzeugt eine dauerhafte, unlösbare und vibrationsfeste Verbindung zwischen zwei oder mehr Bauteilen, ohne dass ein Gewinde geschnitten werden muss.
Oberflächenaktiv – Oberflächenaktive Stoffe (Tenside) sind Substanzen, die die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten, meist Wasser, deutlich verringern, indem sie sich an Grenzflächen anlagern. Aufgrund ihrer amphiphilen Struktur (polar und unpolar) verbessern sie Benetzung, Emulgierung und Schaumbildung. Sie werden in Waschmitteln, Emulgatoren und industriellen Prozessen eingesetzt.
Oberflächenaktivierung – ist ein Verfahren zur Erhöhung der Oberflächenenergie von Materialien (Kunststoffe, Metalle, Glas), um deren Benetzbarkeit und Haftung für Kleben, Lackieren oder Beschichten zu verbessern. Durch physikalische oder chemische Behandlungen wie Plasma-, Corona- oder Flammenbehandlung werden reaktive funktionelle Gruppen erzeugt, die eine optimale Haftung ermöglichen.
Oberflächenbeschaffenheit – beschreibt die geometrische Feinstruktur (Rauheit, Rillen, Welligkeit) von Werkstückoberflächen, die deren Haptik, Optik (matt/glänzend) und Funktionalität (Verschleiß, Dichtigkeit) bestimmt.
Oberflächenenergie – Die Oberflächenenergie (engl. surface free energy, SFE) ist eine Materialeigenschaft, die beschreibt, wie reaktiv eine Oberfläche ist und wie stark sie andere Stoffe anzieht, gemessen in mJ/m² oder mN/m. Sie bestimmt die Benetzbarkeit: Materialien mit hoher Energie (Metalle, Glas) lassen sich gut kleben/lackieren, während niedrige Energie (Kunststoffe wie PE, PTFE) zum Abperlen führt.
Oberflächengüte – beschreibt den fertigungsbedingten Zustand einer Werkstückoberfläche, primär definiert durch Rauheit, Welligkeit und Formabweichungen. Sie beeinflusst maßgeblich Passgenauigkeit, Dichtigkeit, Verschleißfestigkeit und Optik.
Oberflächenprüfung – ist ein essenzieller Bestandteil der Qualitätssicherung, bei der die äußere Hülle von Bauteilen auf Fehler wie Risse, Kratzer, Dellen oder Verunreinigungen untersucht wird. Sie dient der funktionalen Sicherheit und Ästhetik in Branchen wie Metall-, Kunststoff- und Automobilindustrie. Methoden umfassen optische (Kameras/KI), taktile (Tastschnitt) und zerstörungsfreie Verfahren.
Oberflächenreinheit – bezeichnet den Grad der Freiheit von Verunreinigungen wie Schmutz, Öl, Fett, Rost oder Partikeln auf Werkstückoberflächen. Sie ist entscheidend für die Haftung von Beschichtungen, die Funktion von Bauteilen und Korrosionsschutz. Überprüft wird sie durch Reinheitsgrade, partikuläre Analysen oder Tests auf lösliche Salze.
Oberflächenreinheitskontrolle – Die Kontrolle der Oberflächenreinheit ist ein kritischer Prozess in der Fertigung und Qualitätssicherung, um sicherzustellen, dass Oberflächen frei von Rückständen wie Fetten, Ölen oder Partikeln sind, die nachfolgende Schritte wie Lackieren oder Kleben beeinträchtigen könnten.
Oberflächenreinheitsprüfung – Die Prüfung der Oberflächenreinheit ist ein entscheidender Schritt in der Qualitätssicherung, um sicherzustellen, dass Bauteile frei von Verunreinigungen wie Ölen, Fetten, Staub oder Salzen sind, bevor sie weiterverarbeitet (z. B. beschichtet, lackiert oder geschweißt) werden.
Oberflächensauberkeit – bezeichnet das Fehlen störender Partikel oder Schichten (z. B. Öle, Fette, Korrosion) auf Bauteilen, essenziell für Qualität in Medizintechnik und Industrie. Sie wird durch Reinigungsverfahren, oft plasmaphysikalisch oder chemisch, hergestellt und mittels Kontaktwinkelmessung, Fluoreszenz oder Mikroskopie (REM) geprüft. Sie ist ein Schlüsselfaktor für die Haftung bei Beschichtungen und Schweißverbindungen.
Oberflächenspannung – Die Oberflächenspannung ist eine physikalische Eigenschaft von Flüssigkeiten, die auf Kohäsionskräften zwischen Molekülen an der Grenzfläche (meist Flüssigkeit/Gas) beruht. Sie wirkt wie eine elastische Haut, die bestrebt ist, die Oberfläche minimal zu halten, wodurch Tropfen Kugelformen bilden oder Insekten auf Wasser laufen können.
Oberflächenzustand – beschreibt die physikalischen, chemischen und geometrischen Eigenschaften der äußersten Schicht eines Werkstücks oder Materials. Er ist entscheidend für die Funktionalität, Haltbarkeit und Optik eines Bauteils. Fertigung: Der Zustand bei Anlieferung (z. B. „metallisch blank“ oder „gestrahlt“) beeinflusst nachfolgende Prozesse wie das Feuerverzinken oder Beschichten. Verschleiß & Festigkeit: Ein optimierter Oberflächenzustand erhöht die Lebensdauer und Dauerfestigkeit von hochbelasteten Bauteilen wie Turbinenkomponenten. Korrosionsschutz: Glatte, reine Oberflächen bieten weniger Angriffsfläche für Korrosion, insbesondere bei Edelstahllegierungen.
Ölen – ist das gezielte Auftragen von Öl oder Schmierstoffen auf Oberflächen. Beim Stanzen, Tiefziehen oder Biegen beispielsweise verhindert ein Schmierfilm den direkten Kontakt zwischen Werkzeug und Werkstück, was die Lebensdauer der Werkzeuge verlängert und die Oberflächenqualität verbessert.
Ölverschmutzungsdetektor – Detektor zur Erkennung von Ölverschmutzungen. Je nach Einsatzbereich kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz. UV-Fluoreszenz: Regt Ölmoleküle mit UV-Licht an, woraufhin diese in charakteristischen Wellenlängen leuchten. Dies erlaubt die Unterscheidung zwischen verschiedenen Ölsorten.
Optik – [griechisch optikós = zum Sehen gehörend) bezeichnet in der Physik die Lehre vom Licht. Sie untersucht die Ausbreitung von Licht, seine Wechselwirkungen mit Materie und die Funktionsweise optischer Systeme. Kameras, Teleskope, Ferngläser und einfache Spiegel basieren auf der gezielten Manipulation von Lichtstrahlen durch Linsen und Oberflächen.
Optisches Präzisionsinstrument – Ein optisches Präzisionsinstrument ist ein hochgenaues Gerät, das Licht (VIS, NIR, SWIR, MWIR) nutzt, um Objekte zu analysieren, zu vermessen oder abzubilden. Es umfasst Komponenten wie Linsen, Spiegel, LED und Laser. Anwendungen finden sich in der industriellen Messtechnik (3D-Scanner, Messprojektoren), Medizintechnik, Halbleiterproduktion und Wehrtechnik.
Organisch – wird je nach Fachgebiet unterschiedlich verwendet. Am häufigsten begegnet er uns in der Chemie, Biologie, Medizin oder im Alltag in Bezug auf Lebensmittel und Produkte. Es bezeichnet Verbindungen, die auf Kohlenstoff basieren. Organische Materie stammt ursprünglich von Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Menschen), im Gegensatz zu anorganischen Stoffen wie Steinen oder Metallen.
Oxid – Oxide sind chemische Verbindungen, bei denen Sauerstoff mit anderen Elementen (Metallen oder Nichtmetallen) reagiert, wobei der Sauerstoff die Oxidationszahl -II besitzt. Typische Verwendungsbeispiele umfassen Rost, Kohlendioxid, Wasser oder Kalk. Synonyme oder verwandte Begriffe umfassen Oxide, Oxyde (veraltet) oder spezifischere Bezeichnungen wie Dioxid, Trioxid oder Peroxid.
Partikel – sind disperse Materialien, die sich von ihrer Umgebung (meist Luft oder Flüssigkeiten) durch eine Phasengrenzfläche unterscheiden und in verschiedenen Größenordnungen auftreten. Sie spielen eine entscheidende Rolle, sowohl als unerwünschte Verunreinigung (Produktionsabfall, Verschmutzung) als auch als gewolltes Produkt (z. B. Nanopartikel, Pigmente).
Phosphatieren – ist ein chemisches Konversionsverfahren, bei dem metallische Oberflächen (meist Stahl, Zink, Aluminium) durch Reaktion mit Phosphatlösungen in eine festhaftende Schicht aus schwerlöslichen Metallphosphaten umgewandelt werden. Es dient als Korrosionsschutz, Haftgrund für Lackierungen oder zur Reibungsminderung. Die Schichtdicke beträgt meist 2-15 µm
, typische Verfahren sind Zink-, Mangan- oder Eisenphosphatierung.
Photobleichung (Photobleaching) – Unter Photobleaching (deutsch: Photobleichung oder Fading) versteht man die irreversible Zerstörung eines Fluorophors durch intensives Anregungslicht, wodurch dieser seine Fähigkeit zur Fluoreszenz dauerhaft verliert.
Plasmavorbehandlung – ist ein hocheffektives, umweltfreundliches Verfahren zur Oberflächenmodifizierung, das Materialien wie Kunststoffe, Metalle und Glas reinigt, aktiviert und beschichtet. Sie erhöht die Oberflächenenergie, was die Haftung von Klebstoffen, Farben und Lacken deutlich verbessert. Dies geschieht meist durch atmosphärische Entladungen ohne den Einsatz chemischer Primer.
Pressen – ist ein vielseitiger Vorgang, der starken Druck nutzt, um Materialien zu formen, Flüssigkeiten auszudrücken oder Dinge zusammenzupressen. In der Industrie bezeichnet Pressen ein Fertigungsverfahren, bei dem Werkstücke durch Druck umgeformt, gefügt oder getrennt werden.
Probe – In der Industrie dient die Probennahme zur Qualitätssicherung (Materialprüfung).
Probenoberfläche – ist die äußere Schicht eines Prüfkörpers, die für metallographische, mikroskopische oder spektroskopische Untersuchungen vorbereitet wird. Sie wird durch Trennen, Einbetten, Schleifen, Polieren und oft Ätzen präpariert, um Gefügestrukturen oder Topographien im µm- bis nm-Bereich analysierbar zu machen.
Produktionslinie – (Fertigungslinie) ist eine strukturierte Abfolge von Arbeitsstationen, Maschinen und Anlagen, die durch Materialflusssysteme verbunden sind, um Produkte effizient in hoher Stückzahl herzustellen. Sie ermöglicht eine optimierte Montage oder Bearbeitung, oft mit Automatisierung zur Qualitätssteigerung und Kostensenkung.
PVD – (Physical Vapor Deposition, dt. physikalische Gasphasenabscheidung) ist ein Vakuumbeschichtungsverfahren, bei dem Materialien wie Metalle verdampft und als extrem dünne, harte Schichten auf Oberflächen kondensiert werden. Es dient der Verschleißfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und dekorativen Veredelung, oft genutzt bei Uhren, Werkzeugen und Sanitärarmaturen.
Qualität – definiert sich als der Grad, in dem ein Produkt oder eine Dienstleistung festgelegte Anforderungen und Kundenerwartungen erfüllt. Sie beschreibt die Gesamtheit der Merkmale und Eigenschaften eines Objekts (ISO 9000), wobei sie oft als Synonym für hochwertige Beschaffenheit verwendet wird. Hohe Qualität führt zu gesteigerter Kundenzufriedenheit.
Qualitätsfaktor – Der Qualitätsfaktor (in der Industrie) ist eine zentrale Kennzahl, die den Anteil der einwandfreien Gutteile an der Gesamtproduktionsmenge misst. Er bewertet die Effizienz, indem Ausschuss und Nacharbeit minimiert werden, um Produktionskosten zu senken und die Prozessqualität zu steigern.
Qualitätskontrolle – (QK) ist ein wesentlicher Teil des Qualitätsmanagements, der durch prozessnahe Prüfungen sicherstellt, dass Produkte oder Dienstleistungen festgelegten Standards entsprechen. Sie identifiziert Fehler, Abweichungen und Mängel durch Inspektionen und Tests, meist noch während der Produktion, um Ausschuss zu vermeiden. Ziel ist die Sicherung der Produktqualität, hohe Kundenzufriedenheit und eine kontinuierliche Prozessverbesserung (KVP).
Qualitätsrisiko – ist die Gefahr, dass Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse festgelegte Standards und Anforderungen nicht erfüllen, was zu Mängeln, Reklamationen und Zusatzkosten führt. Ursachen sind oft fehlerhafte Lieferungen, unklare Abläufe oder menschliches Versagen. Proaktives Qualitätsrisikomanagement durch Kontrollen und Bewertungen minimiert diese Risiken.
Qualitätsstandard – ist eine verbindliche Festlegung von Kriterien und Normen, die sicherstellen, dass Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse eine definierte Güte aufweisen. Er dient als Maßstab, um Qualität messbar, vergleichbar und reproduzierbar zu machen.
Qualitätsüberwachung – ist die kontinuierliche Kontrolle, Messung und Analyse von Prozessen oder Produkten, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und die Einhaltung von Standards sicherzustellen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Qualitätsmanagements, der durch prozessbegleitende Maßnahmen Mängel vermeidet, Kosten reduziert und die Transparenz erhöht. Dies geschieht sowohl in der Produktion (Echtzeit-Monitoring) als auch im Bauwesen (baubegleitend).
Rasterelektronenmikroskopie – Als Rasterelektronenmikroskop bezeichnet man ein Elektronenmikroskop, bei dem ein Elektronenstrahl in einem bestimmten Muster über das vergrößert abzubildende Objekt geführt wird und Wechselwirkungen der Elektronen mit dem Objekt zur Erzeugung eines Bildes des Objekts genutzt werden.
Rauheit – (Oberflächenrauheit; veraltet "Rauigkeit" oder „Rauhigkeit“) ist der Grad der Unebenheit einer Festkörperoberfläche unterhalb der Größenskala ihrer Form oder Welligkeit, aber oberhalb der Unregelmäßigkeit von Kristallgitterstrukturen. Die Rauheit hat Einfluss auf die Benetzbarkeit eines Festkörpers. Sie ist die Beschaffenheit der Oberfläche eines Objekts, genauer gesagt die Abweichungen der realen Oberfläche von einer idealen, glatten Form. In der Technik ist sie ein entscheidendes Maß für die Oberflächengüte, da sie Funktionen wie Reibung, Verschleiß und Passgenauigkeit beeinflusst.
Reinheit – bezeichnet die Abwesenheit von Verunreinigungen, Schmutz oder Fremdstoffen, angewandt auf Sauberkeit und chemische Stoffgemische. Im Industrieprozess bezeichnet Reinheit die Kontrolle und Minimierung von Verunreinigungen (Partikel, Mikroorganismen, chemische Rückstände) auf Oberflächen, in Medien oder in der Umgebungsluft, um Produktqualität, Funktionalität und Zuverlässigkeit sicherzustellen. Sie ist ein entscheidender Faktor in der modernen Fertigung, insbesondere in Branchen mit hohen Hygienestandards, und umfasst Reinraumtechnik sowie industrielle Teilereinigung.
Reinheitsanalyse – ist ein analytisches Verfahren zur Bestimmung der stofflichen Zusammensetzung einer Probe. Sie dient dazu, den Anteil der Hauptsubstanz zu quantifizieren und vorhandene Verunreinigungen zu identifizieren. Im Automobilsektor und der Industrie liegt der Fokus häufig auf Partikelkontaminationen auf Bauteilen oder in Flüssigkeiten.
Reinigen – beschreibt den Vorgang, Schmutz, Verunreinigungen oder unerwünschte Substanzen von Oberflächen, Gegenständen oder aus der Umgebung zu entfernen. Die Reinigung von Produktionsprozessen umfasst die systematische Beseitigung von Verschmutzungen (Öl, Fett, Partikel) an Anlagen, um Funktionalität, Effizienz und Produktqualität zu sichern. Verfahren umfassen CIP (Cleaning in Place), manuelle Reinigung, Hochdruckreinigung oder Ultraschall. Kernschritte sind meist Vorspülen, Reinigen (lauge/säure), Zwischenspülen und Desinfektion. Industrie: Vor der Weiterverarbeitung oder Montage werden Werkstücke (z.B. Bleche, Coils) durch Entfettung, Waschen und Trocknen gereinigt, oft unter Einsatz von Lösemitteln oder wässrigen Medien.
REM – siehe Rasterelektronenmikroskopie
Sauberkeit – beschreibt den Zustand des Freiseins von Schmutz, Verunreinigungen oder Unordnung. Sauberkeit konzentriert sich auf die optische Reinheit (Entfernung von sichtbarem Schmutz).
Sauberkeitsanalyse – (oder Restschmutzanalyse) ist ein standardisiertes Verfahren zur quantitativen und qualitativen Bestimmung von Verunreinigungen auf Bauteilen. Sie ist essenziell, um Funktionsstörungen durch Partikel in komplexen Systemen – insbesondere in der Automobil- und Luftfahrtindustrie – zu vermeiden.
Schmierfetterkennung – Unter Schmierfetterkennung versteht man sowohl die Identifikation von Schmierfetttypen anhand ihrer Kennzeichnung als auch die Zustandsprüfung (Sensorik und Analyse) im laufenden Betrieb. Schmierfetterkennungsgeräte basieren auch auf der bildgebenden Fluoreszenzmesstechnologie.
Schleifen – ist ein präzises Fertigungsverfahren zur Endbearbeitung von Bauteilen. Bestens geeignet für ebene Flächen und die gezielte Vorbereitung für Lackierungen.
Schleifmittel – sind Stoffe, mit denen Oberflächen bearbeitet werden, um Material abzutragen, sie zu glätten oder zu reinigen. Hierfür gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten abhängig vom Material und Prozess, z. B. Schleifpapier (Sandpapier), Schleifvlies, Schleifpasten, Schleifscheiben und Schleifsteine. Korund (Holz und Metall), Siliziumkarbid (Lacke, Glas, Stein, Kunststoff), Keramik (ideal für harten Stahl).
Schnittstellen – Industrielle Schnittstellen sind essenzielle Verbindungsstellen für den Datenaustausch zwischen Maschinen, IT-Systemen (OT/IT) und Menschen. Sie ermöglichen durch Standards wie OPC UA, MQTT, Ethernet/IP und RS485 eine effiziente Automatisierung, vernetzte Produktion und herstellerübergreifende Kommunikation. Wichtige Typen sind Hardware- (USB, Ethernet), Software- (APIs) und Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI).
Schmieden – ist ein traditionelles Fertigungsverfahren, bei dem Metall, meist Stahl, durch Erhitzen (auf ca. 800 - 1.200 °C) und anschließende Hammerschläge oder Pressdruck in eine gewünschte Form gebracht wird. Es steigert die Festigkeit des Materials und ermöglicht das Formen ohne Materialverlust. Zu den Haupttechniken zählen das Ausrecken (Längen), Anstauchen (Verdickung) und das Freiformschmieden.
Schwärzen – siehe Brünieren
Schweißen – ist ein Fertigungsverfahren, bei dem zwei oder mehr Werkstücke durch Wärme, Druck oder beides unlösbar miteinander verbunden werden. Es wird vorwiegend bei Metallen und Thermoplasten eingesetzt, wobei die Verbindung meist unter Verwendung von Zusatzwerkstoffen erfolgt.
Software – ist ein Sammelbegriff für Computerprogramme sowie die zugehörigen Daten und Dokumentationen. Sie bildet das immaterielle Gegenstück zur physischen Hardware und gibt dieser die Anweisungen, wie sie Aufgaben ausführen soll.
Sonde – Der Begriff Sonde bezeichnet allgemein ein Instrument oder Gerät, das dazu dient, schwer zugängliche Bereiche zu untersuchen, Proben zu entnehmen oder Daten zu erfassen.
Stanzen – Meistens ist damit ein technisches Trennverfahren gemeint. Mit Stanzmaschinen werden Löcher oder komplexe Außenkonturen in Metallbleche geschnitten.
Stanznieten – ist ein mechanisches Fügeverfahren, bei dem Bleche oder andere Bauteile ohne Vorlochen in einem Arbeitsgang verbunden werden. Es ist eine Kombination aus Stanzen und Nieten, die besonders im Leichtbau und in der Automobilindustrie für unlösbare, hochfeste Verbindungen eingesetzt wird.
Strahlen – In der Industrie nutzt man das Strahlen (z. B. Sandstrahlen) um Oberflächen von Werkstücken zu reinigen oder zu veredeln.
Sulfid – Als Sulfid werden in der Chemie verschiedene Verbindungen des Elements Schwefel bezeichnet. Man unterscheidet dabei vor allem zwischen anorganischen Salzen und organischen Schwefelverbindungen.
Superhydrophob – siehe auch hydrophob | Superhydrophobe Oberflächen sind extrem wasserabweisend, definiert durch Kontaktwinkel von über 150° bei Kontaktwinkelmessungen. Sie basieren auf einer Kombination aus mikro-/nanostrukturierter Rauheit und hydrophober Chemie, ähnlich dem Lotuseffekt, wodurch Wassertropfen kugelförmig abperlen. Diese Schichten reinigen sich selbst, sind jedoch oft empfindlich gegenüber Abrieb und Ölen.
Technischer Alkohol – Als technischer Alkohol werden Alkohole bezeichnet, die für industrielle, gewerbliche oder handwerkliche Zwecke optimiert sind und nicht für den menschlichen Verzehr sowie oft nicht für medizinische Zwecke bestimmt sind.
Tenside – (oberflächenaktive Substanzen) sind waschaktive Verbindungen, die die Oberflächenspannung von Wasser herabsetzen und Schmutz von Oberflächen oder Fasern lösen. Sie bestehen aus einem wasserliebenden (hydrophilen) und einem fettliebenden (hydrophoben) Teil, was sie zu essenziellen Bestandteilen in Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln macht. Die vier Haupttypen sind anionische, kationische, nichtionische und amphotere Tenside.
Tensiometer – ist ein Messgerät zur Bestimmung von Spannungskräften. Je nach Fachbereich misst es die Bodenfeuchtigkeit (Saugspannung), die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten oder die mechanische Spannung in Bauteilen wie Speichen oder Seilen.
Thermoplaste – (auch Plastomere) sind Kunststoffe, die sich bei Erwärmung verformen und nach dem Abkühlen wieder verfestigen. Dieser Vorgang ist reversibel und mehrfach wiederholbar, da die Molekülketten nicht vernetzt sind. Sie sind gut recycelbar, schweißbar und vielseitig einsetzbar, etwa in Verpackungen (PE), Haushaltswaren (PP) oder Bauteilen (PVC, PA).
Tiefziehen – ist ein Zugdruckumformverfahren, bei dem Blechtafeln oder Kunststoffplatten kalt bzw. warm in eine Hohlform umgeformt werden. Ein Stempel drückt das Material in eine Matrize, wodurch nahtlose, einseitig offene Hohlkörper entstehen. Es ist ideal für komplexe Formen, hohe Stückzahlen und ermöglicht geringen Materialabfall.
Toxen – siehe Durchsetzfügen
Trennmittel – sind Substanzen in flüssiger, pastöser oder pulverförmiger Form, die das Haften, Verkleben oder Verklumpen von zwei Materialien oder Oberflächen verhindern. Sie finden breite Anwendung in der industriellen Fertigung von Kunststoffen und Metallen.
Trommelschleifen – siehe Trowalisieren
Trowalisieren – (Gleitschleifen) ist ein industrielles Verfahren zur mechanischen Oberflächenveredelung, bei dem Werkstücke zusammen mit Schleifkörpern (Chips) und Zusätzen in einem vibrierenden oder rotierenden Behälter entgratet, geglättet, gereinigt oder poliert werden. Es dient zur effizienten Bearbeitung von Metallen und Kunststoffen, insbesondere für Kantenverrundung und Hochglanzpolieren.
Ultraviolettes Licht / UV-Licht – ist eine für Menschen unsichtbare elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen zwischen 100 und 400 Nanometern. Es liegt im Spektrum zwischen dem sichtbaren violetten Licht und der Röntgenstrahlung.
Umformen – ist ein Fertigungsverfahren, bei dem Werkstücke durch Krafteinwirkung in eine neue Form gebracht werden, ohne Material hinzuzufügen oder zu entfernen (volumenkonstant). Es gehört zu den Hauptgruppen der Fertigungstechnik (DIN 8580) und umfasst Verfahren wie Walzen, Schmieden und Biegen. Typisch sind Kalt- oder Warmumformung, um Festigkeit zu steigern.
Unreinheit – bezeichnet allgemein einen Mangel an Sauberkeit (Verschmutzung) oder ein Abweichen von Reinheitsnormen.
Unsauberkeit – beschreibt im Allgemeinen den Zustand von Verschmutzung oder Unreinheit.
UV-Strahlung – wird durch natürliche Sonnenstrahlung oder künstliche Quellen wie Quecksilberdampflampen, Halogenlampen, Schweißlichtbögen und spezielle UV-LEDs emittiert. Sie entsteht durch Anregung von Atomen in Gasen, Entladungen oder hohe Temperaturen und wird in den Bereichen UVA, UVB und UVC erzeugt.
Vakuum – bezeichnet einen Zustand in einem abgeschlossenen Raum, in dem der Druck deutlich niedriger ist als der normale atmosphärische Umgebungsdruck (Standarddruck: ca. 1013 mbar). Umgangssprachlich versteht man darunter einen weitgehend „luftleeren“ Raum. Technisches Vakuum: Ein gasgefüllter Raum bei Drücken unterhalb des Standarddrucks. Es wird oft synonym mit Unterdruck verwendet. Vakuumstufen: Je nach Druckhöhe unterscheidet man zwischen Grobvakuum, Feinvakuum, Hochvakuum und Ultrahochvakuum. Weltraum: Das Vakuum im Weltraum bedeutet eine extrem geringe Teilchendichte, was Auswirkungen auf Astronauten (Sauerstoffmangel, Druckabfall) und die Physik (kein Luftwiderstand) hat.
Veredeln / Veredelung – beschreibt die qualitative Aufwertung eines Produkts, um es wertvoller, funktionaler oder optisch ansprechender zu machen. Je nach Fachbereich gibt es völlig unterschiedliche Methoden. Beispielsweise bei Lackierungen: UV-Lack für Hochglanzeffekte, Spotlack für Akzente oder Duftlacke. In der Oberflächentechnik: Galvanisieren, Vergolden oder Brünieren von Metallteilen zur Korrosionsbeständigkeit oder Optik.
Verkleben – siehe Kleben
Verschleißfestigkeit – ist die Widerstandsfähigkeit von Werkstoffen gegen mechanischen Abrieb, Reibung oder Abnutzung der Oberfläche. Sie ist entscheidend für die Langlebigkeit von Bauteilen, besonders im Maschinenbau. Erhöht wird sie durch Härten, Beschichten (z.B. Hartchrom, PVD) oder den Einsatz keramischer Materialien.
Verschmutzung – Verschmutzungen im Produktionsprozess, oft als Kontamination bezeichnet, stellen ein erhebliches Qualitätsrisiko dar und können zu Ausschuss, Funktionsstörungen oder Gesundheitsrisiken führen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Verschmutzungen, die integraler Bestandteil des Prozesses sind, und solchen, die durch ungeplante Ereignisse entstehen. Die Sauberkeit in der Produktion (technische Sauberkeit) ist ein entscheidender Qualitätsfaktor, besonders in der Automobilindustrie, Elektronikfertigung und Pharmaindustrie.
Verunreinigung – (oft synonym mit Kontamination oder Verschmutzung verwendet) bezeichnet das Vorhandensein unerwünschter oder schädlicher Substanzen in einer ansonsten sauberen Umgebung oder Materie. In der Produktion (z. B. Pulverlackierung) führen Rückstände von vorherigen Prozessen oder Staub aus der Umgebungsluft zu fehlerhaften Oberflächen.
Violettes Licht – ist der energiereichste Bereich des für Menschen sichtbaren Lichtspektrums. Es liegt direkt an der Grenze zum unsichtbaren, noch energiereicheren Ultraviolettlicht (UV).
Walzen – bezeichnet das Umformen von Materialien (Metall) durch Druck mittels zylindrischer Walzen. Es ist ein wichtiges Verfahren in der Metallverarbeitung. Das Verfahren verändert die Form von Werkstücken.
Wasserabweisend – In der Industrie bezieht sich der Begriff wasserabweisend (hydrophob) auf Materialien und Verfahren, die Oberflächen vor Feuchtigkeit, Korrosion und Verschmutzung schützen. Während „wasserdicht“ das Eindringen von Wasser komplett verhindert, sorgt eine wasserabweisende Ausrüstung dafür, dass Wasser in Tropfenform abperlt.
Weichlöten – ist ein stoffschlüssiges Fügeverfahren unter 450 °C, bei dem Werkstücke mittels geschmolzenem Lot verbunden werden, ohne die Grundwerkstoffe aufzuschmelzen. Es eignet sich für dichte oder elektrisch leitende Verbindungen, etwa im Elektronikbereich oder bei Kupferrohren, wobei Flussmittel die Reinigung der Lötstellen übernehmen. | siehe auch Löten
Wellenlänge – ist der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wellenbergen. Licht hat eine Wellenlänge, die bestimmt, wie wir seine Farbe wahrnehmen. Das für Menschen sichtbare Licht umfasst einen Bereich von etwa 380 bis 780 Nanometern (nm).
Zersetzung – bezeichnet den kontrollierten oder unkontrollierten Abbau von Stoffen (chemisch, thermisch, biologisch) in kleinere Einheiten.
Zerspanen – Beim Zerspanen, das auch Spanen oder spanabhebende Bearbeitung genannt wird, erhält ein Werkstück eine bestimmte geometrische Form, indem ein scharfes Werkzeug Späne davon abtrennt. Unzählige Werkstoffe eignen sich für das Zerspanen.
Zerstörungsfreie Verfahren – Zerstörungsfreie Prüfverfahren (ZfP) ermöglichen die Inspektion von Bauteilen und Materialien auf Fehler (Risse, Lunker) ohne Beschädigung, oft als 100%-Prüfung. Sie sind essenziell zur Qualitätssicherung und Prozessüberwachung.
Zustandsprüfung – ist die systematische Überprüfung des Ist-Zustands von technischen Anlagen, Fahrzeugen, Bauwerken oder Bauteilen um Mängel zu identifizieren, Sicherheit zu gewährleisten und Wartungen zu planen. Sie umfasst Sichtprüfungen, Messungen und Dokumentationen.